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Ex-Eintracht-Torwart: Kevin Trapp: Von Brotdorf nach Paris - FC-Brotdorf 1951 e.V.

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18.07.2015 

14.07.2015 11:46 | Jochen Müller (Frankfurter Neue Presse)

Ex-Eintracht-Torwart: Kevin Trapp: Von Brotdorf nach Paris

Kevin Trapp will nicht warten. Deshalb schreibt der damals 14-Jährige kurzerhand eine Bewerbungs-E-Mail an den 1. FC Kaiserslautern, die Adresse hat er auf der Homepage gefunden. Und tatsächlich: Seine in jugendlicher Naivität verfasste Eigenwerbung hat Erfolg. Ein Probetraining später wechselt Trapp in die Nachwuchsmannschaft der „Roten Teufel“.

Im Fußball wird sie immer wieder geschrieben: Die Geschichte eines Jungen der aus der Provinz auszieht, die (Fußball-) Welt zu erobern. Nun kommt ein neues Kapitel hinzu. Jenes von Kevin Trapp. Und er schreibt die Geschichte selber, er führt die Feder, niemand sonst. Bekannt sind die Zutaten für eine erfolgreiche Karriere: Talent, Disziplin, Glück, möglichst viel von allem. Talent ist eine feste Größe, weshalb sich Trapp seit jeher auf den Part konzentriert, den er selbst beeinflussen kann: seinen Einsatz.
 

Initiativ-Bewerbung beim 1. FCK

Michael „Tiger“ Kraft, sein ehemaliger Torwarttrainer bei Eintracht Frankfurt, attestiert Trapp eine herausragende Berufseinstellung, die schon an Arbeitswut grenzt. "Diesen Eifer habe ich noch bei keinem anderen Torwart erlebt. Manchmal muss man ihn ein bisschen bremsen", sagt Kraft über seinen früheren Zögling. Das Besondere an Trapp: Er tut auch viel dafür, den Faktor Glück auf ein Minimum zu reduzieren – wie im Fall seiner ungewöhnlichen Initiativ-Bewerbung beim 1. FC Kaiserslautern.

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Die Trapp-Geschichte beginnt fast zu schön um wahr zu sein. Es ist der Abend des 8. Juli 1990, als Lothar Matthäus den WM-Pokal in den römischen Nachthimmel reckt. Fast zeitgleich, knapp 1000 Kilometer weiter nördlich, erblickt ein kleiner Junge im saarländischen Merzig das Licht der Welt. Sein Name: Kevin Trapp. Ein echtes WM-Baby, am Himmel steht nicht der  Bethlehem-, sondern der dritte Weltmeister-Stern für Deutschland. Seine Zukunft scheint vorbestimmt.
 

Vom Hexenkessen verzaubert

Doch erst einmal passiert: Nichts. Kevin wächst in einer kleinen Gemeinde in der Nähe von Merzig heran. Ein paar Tausend Einwohner,

Fischerfest und Kirchenchor - Action sieht anders aus. Die holt sich Trapp beim Fußball. Sein erstes Trikot ist das weiß-blaue Leibchen der Minis des FC Brotdorf. Anfangs spielt er im Feld, wechselt nur zwischen die Pfosten, „weil ja irgendjemand ins Tor musste“, erinnert sich sein ehemaliger Co-Trainer Armin Stadler. „Anfangs hatte er Angst sich fallen zu lassen, deshalb haben wir das erstmal in der Sandgrube geübt“, weiß Stadler noch, auch, dass Trapp Niederlagen schon damals nicht ausstehen konnte. „Wenn er ein doofes Gegentor gefangen hat, hat er sich provoziert gefühlt. Dann war er besonders gut“. Unweigerlich fühlt man sich an Oliver Kahn erinnert, Trapps großes Idol in seiner Kindheit.

Doch der Ehrgeiz kann nicht verhindern, dass Trapp mit 12 Jahren vorübergehend den Spaß am Fußball verliert. Knapp ein halbes Jahr pausiert er, doch als der der SV Mettlach dringend einen Keeper braucht, ist Trapp zur Stelle. Dann passiert es: Kevin schaut sich ein Spiel des 1. FC Kaiserslautern im „Hexenkessel“ auf dem Betzenberg an - und ist verzaubert. „Das hat mich alles so begeistert, das Stadion, die Fans, das ganze Drumherum. Und dann habe ich zu Hause mit meinen Eltern zusammengesessen und gesagt: Das will ich auch“.

 

Einchecken in „Gerrys Flugschule“

Trapp, der mittlerweile in der saarländischen Auswahl spielt, wechselt wenig später zum 1. FC Kaiserslautern. Auch die langen Zugfahrten

schrecken ihn nicht ab, sein Ziel ist die Bundesliga. Schnell gerät Trapp in die Fänge von Gerald, genannt "Gerry" Ehrmann. Sein Glück. Die FCK-Torwartlegende ist bekannt als Torwartschleifer, seine Methoden sind ungewöhnlich und hart. Doch viele die durchhalten, haben es weit gebracht. Auch Weltmeister Roman Weidenfeller, Tim Wiese, Florian Fromlowitz und Tobias Sippel ließen sich zu Beginn ihrer Karriere von Ehrmanntraut die Bälle aus kürzester Entfernung um die Ohren schießen. Den jungen Trapp lässt „Gerry“ in seiner „Flugschule“ über Hürden hechten, noch heute spricht der Schüler in höchsten Tönen von seinem Mentor. „Ehrmanns größtes Motto heißt: ‚Hab keine Angst vor Fehlern‘. Das prägte er mir immer wieder ein. Er ist ein extrem wichtiger Teil meiner Karriere, mit ihm fing alles an.“

Und wie: Debüt im DFB-Pokal mit 18 Jahren, 2011 dann der erste Bundesliga-Einsatz gegen Freiburg. In der nächsten Saison wird er Stammtorhüter – bis zu einer Muskelverletzung am 23. Spieltag, nach der Tobias Sippel wieder die Nase vorn hat. Drei Monate später steigt der FCK als Tabellenletzter in die 2. Liga ab und Trapp wechselt zur Frankfurter Eintracht an den Main. Hier gelingt ihm, woran viele seiner Vorgänger scheiterten: Trapp verdrängt den „Ewigen Oka“ aus dem Kasten. Über Jahre waren potenzielle Nachfolger an Oka Nikolov „zerschellt“, letztendlich stand Eintrachts Ur-Gestein meist doch wieder im Tor. Als Trapp kommt, sorgt er für die Wachablösung. Nikolov tritt leise ins zweite Glied, steht der neuen Nummer 1 aber mit Rat und Tat zur Seite. „Von ihm habe ich mir die Gelassenheit und Ruhe abgeschaut“, sagt Trapp.
 

Demütig“ nach Verletzungen

Der Wechsel im Eintracht-Tor zahlt sich aus: In der ersten Saison mit Trapp qualifiziert sich die Eintracht für die Europa-League, auch Nationalcoach Jogi Löw hat den U21-Nationalspieler auf dem Zettel. Dann der Rückschlag: Bei Aufnahmen zu einem Werbe-Dreh im März 2013 rutscht Trapp aus, bricht sich die Hand. Ein herber Rückschlag. Wer weiß, vielleicht wäre Trapp ohne die Verletzung als dritter Torhüter zur WM nach Brasilien gereist - und nun Weltmeister.

In der abgelaufenen Saison zwingt ihn sein Syndesmoseband zu einer längeren Pause. Der Eintracht-Kapitän lernt seine eigene Verwundbarkeit kennen, wird „demütiger“, wie er zugibt. Als er ins Frankfurter Tor zurück kehrt, hat der Torwart ein paar Kilo abgenommen, ist fit wie nie – und hungrig nach Erfolg. Mit Blick auf die Eintracht sagt er, es sei „wichtig, dass man sich höhere Ziele steckt und nicht damit zufrieden ist, ein Mittelklasse-Verein zu sein." Zwar unterschreibt er im Februar 2015 für vier weitere Jahre bei der Eintracht, doch längst träumt Trapp von der ganz großen Bühne: „Ich will international spielen und in die Nationalmannschaft kommen“.

 

Kollege „Ibrakadabra“

Und wie schon als 14-Jähriger mag Trapp nicht warten, bis der Traum zu ihm kommt, die Eintracht sich vielleicht nochmal für die Europa League qualifiziert. Nach seinem Wechsel zum französischen Double-Gewinner Paris St. Germain winken Trapp schon in wenigen Wochen Auftritte in der Königsklasse. Direkt vor ihm sorgt nun die brasilianische 90-Millionen-Innenverteidigung mit David Luiz und Thiago Silva für Ruhe und Ordnung. Und dann wäre da noch Zlatan Ibrahimovic, oder kurz „Ibrakadabra“, der vielleicht spektakulärste Fußballer der Welt.

Und was ist mit der Nationalmannschaft? Eintrachts Tormaschine Alexander Meier prophezeite schon zu Beginn des Jahres: "Wenn Kevin nicht von Verletzungen gestoppt wird, wird er auf jeden Fall Nationalspieler." Auch DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke gratuliert zum Wechsel; Löw und Co. sehen es gerne, wenn die Auswahl-Kandidaten bei europäischen Top-Klubs untergebracht sind. "Es ist sehr aufregend, eine neue Mannschaft, eine neue Sprache, ich lerne alles neu", freut sich Trapp, der mit seinem Wechsel nach Paris nach den Sternen greift. PSG-Trainer Laurent Blanc ließ schon durchblicken, mit der Neuverpflichtung als Nummer 1 in die Saison gehen zu wollen.

Unwahrscheinlich, dass Trapp seinen neuen Verein auch dieses Mal mit einer Bewerbungs- Email überzeugen musste. Klar ist: Der 25-Jährige ist mit seinem Engagement beim PSG auf dem besten Weg, einer der Top-Torhüter Europas zu werden – läuft also alles nach Plan, für den ehemaligen Torwart des FC Brotdorf.

 

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